Seelenkrebs

"Seelenkrebs" werden Depressionen angeblich auch genannt. Ich habe den Ausdruck letzte Woche zum ersten Mal gehört, aber ich finde ihn treffend. Man sieht Depressionen nicht, aber sie tun weh. Man fühlt sich furchtbar, kann nicht sagen, warum eigentlich, und wird langsam innerlich aufgefressen...

Was hilft? Neben Therapie und Medikamenten hat mir meine Ärztin geraten, viel Zeit draußen zu verbringen.

Also habe ich die ersten Arbeiten im Garten begonnen. Der Frühling liegt schon in der Luft, die Vögel zwitschern. Es riecht frisch, und der Boden ist noch kalt, nass und schwer.


Und weil die Blumenbeete etwas weit weg vom Küchenfenster sind, habe ich mir den Frühling auch auf die Terrasse geholt:


Außerdem habe ich jetzt wieder Kraft genug, um laufen zu gehen - ein sicheres Zeichen, dass es im Krankheitsverlauf aufwärts geht. Allerdings habe ich es wohl etwas übertrieben und mir gleich eine riesige Blase "erlaufen". Vielleicht waren meine Fußsohlen von den Strandspaziergängen im Urlaub her noch zu weich? Wer weiß.

Auf jeden Fall war es wunderschön. Die Luft ist noch kalt und etwas Wind ging auch, aber heute war strahlender Sonnenschein. Hasen und Rehe auf den Feldern und überall zeigen sich grüne Spitzen. Schneeglöckchen, Primeln und Hyazinthen blühen schon. Es geht aufwärts.



Kommentare

Beliebte Posts