Stricken in Sri Lanka

Die lang herbei gesehnte Reise nach Sri Lanka stand auf dem Programm, und die Vorbereitungen dafür waren im vollen Gange: Medikamente, Sonnen- und Mückenschutz, Bespassungsmaterial für das Tochterkind, und, und, und...

Eine Arbeitskollegin meinte damals: "Aber zum Stricken nimmst Du Dir nichts mit, oder?" Was für eine Frage! Die kann auch nur eine Nicht-Strickerin stellen. ;-) NATÜRLICH hab ich mir was zum Stricken mitgenommen, sogar zwei Projekte, je eines für den Flug (klein und handlich) und eines für den Strand (umfangreicher um allenfalls vorhandene Zeitreserven nutzen zu können).

Und auch wenn ich während der Rundreise nicht zum Stricken gekommen bin, am Strand hab ich dann meine freie Zeit weidlich genutzt, wie das folgende Foto beweist:


Es ist ein Muster aus "The Knitter", mit dem ich schon länger liebäugelte. Auch das Garn lag schon länger daheim. Auf meiner Ravelry-Seite gibts dazu mehr. Die grandiose Aussicht auf den indischen Ozean hat mich aber sehr abgelenkt (und das soll jetzt keine Ausrede sein :-):



Im Flugzeug hatte ich ein kleines, einfacheres Tuch mit. Und weil ich immer wieder auf Flughäfen (ich fliege auch beruflich viel) und in Flugzeugen angesprochen werde, wie ich die Stricknadeln an Bord schaffe, hierzu meine Erfahrungen:

Alle Fluglinien verbieten das Mitbringen von "gefährlichen" Gegenständen, worunter auch die bösen, spitzen Stricknadeln fallen. ABER: Es gibt einen Unterschied zwischen normalen langen, dicken Jackenstricknadeln, die vermutlich auf jedem Durchleuchtungsgerät ungut auffallen würden, und meinem Trick:

"Wie schmuggle ich Stricknadeln an Bord eines Flugzeugs?": Eine Anleitung in 5 Schritten
  1. Man nehme ein variables Rundstricknadelsystem mit abschraubbaren Spitzen. Ich stricke seit Jahren mit KnitPro, aber diese Systeme gibt es ja von so gut wie allen Herstellern.
  2. Vor Passieren der Sicherheitskontrolle wandern die Nadelspitzen entweder in mein Schminktäschchen, wo sie mit Kajalstift und Lipliner unauffällig verschwinden, oder zu den Buntstiften in das Federpenal meiner Tochter. 
  3. Die Strickerei an sich bleibt auf dem Seil. Ab durch die Sicherheitskontrolle.
  4. Bis jetzt bin ich noch nie auf irgendwelche Nadeln angesprochen worden. Kaum am Gate, kann ich meine Arbeit wieder zusammensetzen und losstricken.
  5. Vorteil: Sollten die Nadelspitzen wirklich einmal konfisziert werden, hab ich zumindest die Arbeit an sich noch behalten. Und bei längeren Reisen hab ich ohnehin Reservernadeln im eingecheckten Koffer.
In diesem Sinne: Happy Knitting auf den (Langstrecken-) Flügen dieser Welt!

Und wie es sonst in Sri Lanka war? Wunderschön. Dazu mehr im nächsten Blog-Eintrag.

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